Wissenswertes über Plastik- Papier und Stofftaschen

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Wissenswertes über Plastik- Papier und Stofftaschen

Sich für das richtige Verpackungsmaterial zu entscheiden ist heut zu Tage gar nicht so einfach.
Bei der zunehmenden Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, liegt der Gedanke nahe lieber Verpackungsmaterial aus Papier zu verwenden. Oder wäre es nicht doch am besten nur noch Taschen aus Leinen oder Jute zu benutzen?

Plastiktaschen sind in der Herstellung günstig. Im Vergleich zu anderen Behältnissen sind diese in der Produktion außerdem weniger energieintensiv und emissionsarm. Die Plastiktüte ist leicht, reißfest, wasser- und chemikalienbeständig und grundsätzlich recycelbar. Vor allem ist diese aber wiederverwendbar. Aber von 76 Plastiktüten werden nur 36 wiederverwendet und 40 nur einmal benutzt. Eine Plastiktüte braucht – je nach Material – Jahrhunderte, um zu verrotten. Im Meer gelangt der zerriebene Plastikmüll in die Nahrungskette.

Bei Papiertüten ist die Ökobilanz leider nicht besser als bei der Plastiktüte. Bei der Herstellung der Papiertüten wird fast doppelt so viel Energie benötigt. Hinzu kommt die deutlich höhere Belastung von Luft und Wasser durch Stickoxide, Schwefeldioxide und andere Chemikalien, mit denen die Zellstofffasern behandelt werden müssen. Ein weiteres Problem ist die Wiederwendbarkeit. Papier ist eben nicht so reißfest und auch nicht wasserabweisend. Ob Papiertüten im Einzelfall besser oder schlechter sind als Tüten aus Kunststoff, hängt vom verwendeten Rohstoff (Altpapier, Recyclingkunststoff) und der Art der Entsorgung ab.

Baumwolltragetaschen sind nur dann umweltfreundlicher, wenn sie sehr oft verwendet werden. Tragetaschen aus Baumwolle sind nicht automatisch umweltfreundlicher, sondern erst nach vielfacher Wiederverwendung. Grund sind die hohen Emissionswerte bei der Herstellung. Während bei der Herstellung einer Papiertüte etwa 60 Gramm Kohlendioxid ausgestoßen werden, sind es bei einer Plastiktüte aus Neugranulat etwa 120 Gramm und bei einer Baumwolltasche sogar 1.700 Gramm CO2.

Theoretisch ist die Bio-Plastiktüte zu 100 Prozent kompostierbar. Moderne Kompostier-Anlagen brauchen heutzutage aber nur noch drei bis vier Wochen, um aus Bioabfällen Humus zu machen. Da kann das Bioplastik nicht mithalten und es bleiben Tütenfetzen zurück. Diesen Humus will niemand haben. In den deutschen Kompostierwerken werden Bio-Tüten daher genauso aussortiert wie PE-Tüten – und kommen in die Müllverbrennung. Biologisch abbaubare Kunststoffe für Verpackungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, haben keinen ökologischen Vorteil. Die Stoffe zersetzen sich nur bei einer bestimmten Wärmeentwicklung in Kompostieranlagen und einer längeren Verweildauer, das heißt dass die Tüten weder im Meer noch im Wald verrotten. Nachteilig für Bioplastik ist vor allem der Maisanbau, darunter leiden die Böden und das Klima. In einer aktuellen Ökobilanz steht es zwischen der Bio- und der PE-Tüte deshalb nur unentschieden.

Am besten verwendet man seine Plastiktüten, egal ob BIO oder PE, so oft wie möglich. Und wer alles richtig machen will, kauft eine Baumwolltasche und benutze diese bis an sein Lebensende. Schon nach 30-mal einkaufen ist eine Baumwolltasche „grüner“ als Einweg-Plastiktüten (selbst wenn sie etwa dreimal benutzt werden).

Aus hygienischen Gründen ist es jedoch gesetzlich verboten Tüten, Taschen oder Körbe, die zum Einkauf mitgebracht werden, über die Ladentheke zu reichen, damit die Einkäufe dorthinein verpackt werden.
Aber das Verkaufspersonal darf die Waren über die Theke reichen, damit der Kunde diese dann in seine mitgebrachten Behältnisse verpackt.

Wie eingangs bereits gesagt, ist es heutzutage nicht einfach das richtige Verpackungsmaterial zu wählen, aber ein bewusster Umgang damit macht schon vieles besser.

Ihre Lieblings-Bäckerei Sickinger im Würmtal

Von | 2017-09-08T12:12:12+00:00 8. September 2017|Tipps|
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